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Internet-Millionäre – Reich werden im Internet

Was haben Sutter’s Mill im Jahr 1848, Klondike 1896 und das Internet gemeinsam? Die Antwort ist einfach, den Goldrausch. Die Vorstellung ohne große Probleme Internetmillionär werden zu können, ist in vielen Köpfen so hartnäckig verankert, dass manch ein User enttäuscht ist, dass beim Anschalten des PCs nicht einige Euro aus der Tastatur fallen. Reich werden im Internet ist aber möglich und eine beträchtliche Zahl Internet Millionäre beweisen, dass auf diese Art Reichtum zu erlangen ist.

Betrachtet man, wer damals in Kalifornien und Kanada wirtschaftlichen Erfolg hatte, kommt einem schnell das Sprichwort vom frühen Vogel der den Wurm fängt in den Sinn. Nur die ersten Goldgräber hatten eine Chance auf Reichtum und dieser wurde später gemehrt, indem sie sich als Händler an den rasch nachströmenden Massen von Goldgräbern bereicherten.

Wer lange vor der Erfolgsgeschichte des Internets Software oder Hardware entwickelte, um dieses Medium zu etablieren, hatte kein Problem damit Internet Millionär zu werden. Nur wenige der Menschen, die in der Hoffnung auf schnellen Reichtum zu den Goldgräbersiedlungen strömten, hatten jemals eine Chance auf Reichtum. Nur wer mit entsprechendem kaufmännischen Wissen antrat, konnte von den Entwicklungen beim Goldrausch profitieren. Das Internet ist ein Medium, mit dessen Hilfe es möglich ist Millionär zu werden, aber Grundlage für den Erfolg sind entweder solide Produkte aus dem Soft- oder Hardwarebereich oder großes kaufmännisches Geschick.

4 Gruppen von Internetmillionären


Betrachtet man die Geschichte von Internet-Millionären, kann man diese in 4 Gruppen einteilen. Die eine Gruppe zu der Mark Andreesen und sicher auch Bill Gates gehören, waren maßgeblich an der Entwicklung des Internets beteiligt, haben also in erster Linie durch Erfindungen profitiert. Eine weitere Gruppe hat frühzeitig Plattformen oder nützliche Einrichtungen wie eBay, Google und Facebook entwickelt und etabliert. Neue Internetmillionäre sind aus diesen Bereichen kaum zu erwarten, der Zug ist abgefahren, wie es zu schön heißt.

Die dritte Gruppe der Menschen, denen das Reichwerden im Internet gelang, sind die Händler, die ganz herkömmliche Waren wie Bücher oder Toaster über das Internet verkaufen, wie zum Beispiel Jeff Bezos, der Amazon gründete. Die 4. Gruppe der Internet-Millionäre vermarktet mehr oder weniger sich selbst oder internettypische Produkte, die im realen Leben keinen Wert haben. Hier geht es darum, Erfolge durch viele Besucher auf Webseiten zu beweisen oder in Suchmaschinen einen guten Platz zu ergattern. Gelder, die in dieser Gruppe generiert werden, müssen letztendlich, wenn auch über Umwege, durch den Handel mit echten Waren, wie in Gruppe 3 erwähnt, finanziert werden.

Einige Beispiele von Internetmillionären


Die interessanten Biografien einiger Internet-Millionäre sollten näher betrachtet werden. Da wäre der schon erwähnte Mark Andreesen, der 1971 geboren wurde und bereits während seines Studiums an der Idee arbeitete Millionen unterschiedlicher Computer zu vernetzen und den noch heute bekannten Browser Netscape Navigator entwickelte. 1995 erfolgte der Börsengang seiner Firma. Heute unterstützt er Start-ups im Internet und war so auch Wegbereiter von Twitter und Facebook.

Pierre Omidyar, geboren 1967, schloss sein Studium 1988 als Bachelor in Informatik ab, entwickelte Softwareanwendungen für eine Tochterfirma von Apple, bis er die eigene Firma eShop gründete, die er an Microsoft verkaufte. Danach wandte er sich der Entwicklung einer Internetplattform für private Onlineverkäufe in Form einer Auktion zu. eBay wurde geboren und 1998 an der Börse notiert.

Eine weitere Erfolgsgeschichte aus der Welt, der Internet Millionäre ist, sicher die von Sergei Brin und Larry Page, welche die Suchmaschine google etabliert haben. Wieder eine typische Karriere aus der Gruppe zwei. Fundiertes Wissen der Informatik in Verbindung mit der Erkenntnis, was für das rasch wachsende Internet sinnvoll ist, machte diese jungen Männer in kurzer Zeit zu Multimillionären. Ohne eine zuverlässige Suchmaschine wäre die Wissensflut des Internets kaum zu nutzen. Dieser Umstand wurde von den beiden frühzeitig erkannt und ihr Wissen versetzte sie in die Lage, einen geeigneten Mechanismus zu entwickeln.

Mark Zuckerberg ist ein weiterer Vertreter dieser Gruppe, denn er erkannte den Wert der sozialen Kommunikation im Internet und verfügt wie die anderen Millionäre des Internets über fundiertes Fachwissen. Der überwältigende Erfolg der Plattform Facebook hinderte ihn daran sein Studium abzuschließen und machte ihn dafür zu einem der jüngsten Selfmade-Milliardäre.

Nun zu einem typischen Vertreter der dritten Gruppe der Internet Millionäre, Jeff Bezos, Gründer von Amazon. Er wurde 1964 geboren, machte 1986 einen hervorragenden Abschluss in Elektrotechnik und Informatik und entwickelte bald die Idee eines elektronischen Buchhandels. Typisch für diese Art des Reich werden im Internet ist, dass ein üblicher Handel durch Übertragung ins Internet gigantische Ausmaße annimmt und so allein über die Größe des Marktes zum Erfolgsmodell wird.

Die erwähnten Millionäre weisen verschiedene übereinstimmende Merkmale auf, zum einen die Erkenntnis der Bedeutung einer internationalen Vernetzung, zum anderen fundiertes Fachwissen über das neue Medium. Alle wurden in jungen Jahren reich, sicher auch etwas Typisches für diese Art zu Reichtum zu kommen.

Zu den Vertretern der 4. Gruppe gehört Dr. Oliver Pott, der das Reich werden im Internet durch den Verkauf von Wissen über das neue Medium verwirklichte. Es ist eine Tatsache, dass wenn viele Menschen eine bestimmte Website aufsuchen, diese wertvoll wird, denn über diese Seite können nicht nur viele Produkte verkauft werden, auch die Möglichkeit auf einer solchen Seite zu werben bedeutet Geld. Das Wissen, das Dr. Pott verkauft, ist eine Art Gebrauchsanweisung, wie auf einer Webseite die Besucherzahl erhöht werden kann.

Das meiste Geld wird aber nicht über den Verkauf der Produkte oder über Werbeanzeigen verdient, sondern schlicht und ergreifend darüber, dass man das Wissen wie dieser Traffic erzeugt wird, weiter verkauft. Je mehr Wiederverkäufer angeworben werden, umso höher das Einkommen. So nützlich diese Konzepte sind, wenn Produkte verkauft werden sollen, aber wenn es aber nur darum geht, wie bei dem bekannten Schneeballsystem der 60-ger Geld darüber zu generieren, dass Wiederverkäufer angeworben werden, ist der Weg problematisch. Nachahmer werden in der Regel nie reich.

Fazit: Reich werden im Internet ist möglich und ähnlich wie bei einem Goldrausch wird es immer Gewinner geben, die das Ziel Millionär erreichen können. Aber wer kein gutes Produkt hat, keine Ahnung von Einkauf und Vertrieb von Waren, wem jegliches kaufmännisches Wissen fehlt, der wird auch mit den besten Anleitungen keinen Erfolg verzeichnen können. Aber wer das Wissen hat, dem steht der Weg zu Reichtum über das Internet offen.

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